Helfen Hausmittel gegen Warzen?

Wirksame Selbsthilfe aus Apotheke und Hausapotheke

Warzen sind unschön, im Falle von Dorn- oder Fußwarzen sogar äußerst schmerzhaft.

Unterschieden werden gewöhnliche Warzen mit einer typischen Blumenkohlform, die an Händen, Füßen oder im Gesicht auftreten können. Weitere Arten sind Dellwarzen, juvenile Warzen, Pinsel- und Genitalwarzen.

Früher hatten sie den Ruf, die Folge mangelnder Körperhygiene zu sein. Heute weiß man, die meisten Warzenarten werden von Viren ausgelöst, die humanen Papillomaviren (HPV), die in die Haut eindringen. Dies geschieht häufig dann, wenn die Haut in irgendeiner Form aufgeweicht oder feucht ist, etwa durch Schweiß oder unzulängliches Abtrocknen im Schwimmbad ist.

Über hundert Viren dieser Gattung existieren weltweit. Die Viren lassen die infizierten Hautzellen übermäßig anwachsen, was dann zu den stil- oder blumenkohlförmigen Erscheinungsformen führt. Leider sind HPV-Infektionen auch hochansteckend. Ausnahmen sind Dellwarzen, die durch Kontakt- oder Schmierinfektion mit dem Molluscum Contagiosum Virus (MCV) ausgelöst werden, und Alterswarzen, deren Entstehung ungeklärt ist, die aber definitiv nicht ansteckend sind.

Mit Ausnahme der Genitalwarzen, deren Erreger unter anderem auch als Auslöser für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich ist, sind Warzen ungefährlich. Die harmlosen Varianten dagegen verschwinden sogar nach einer Weile wieder von selbst.

Bei Auftreten im sichtbaren Hautbereich ist der Wunsch, sie möglichst schnell wieder loszuwerden, jedoch begreiflich. Der Arzt stellt durch eine Art Hautfärbetext fest, ob und wenn ja, welche Art Warze vorliegt. Eine weitere Untersuchung ist nur in Einzelfällen angezeigt, um eventuell bösartige Hautveränderungen auszuschließen.

Eine operative Entfernung beim Arzt ist gerade bei den harmlosen Varianten in der Regel unnötig. Meist kann man die unliebsamen Gäste selbst bekämpfen.

Ein Vereisungsmittel aus der Apotheke, eine Flüssiggasmischung aus Dimethylether und Propangas, wird per Schaumstoffapplikator auf die Warze gedrückt. Diese verfärbt sich zunächst weiß. Darunter bildet sich nun eine Blase. Nach etwa zehn bis vierzehn Tagen fällt die Warze ab, darunter hat sich meist schon gesunde neue Haut gebildet. Etwas länger dauert die Prozedur mit einer Tinktur aus Salicyl- und Milchsäure, die ebenfalls in der Apotheke zu haben ist. Hier ist zweimal tägliches Betupfen der Warze mit der Lösung erforderlich, sowie Geduld und Konsequenz, denn die Behandlungsdauer kann bis zu acht Wochen betragen. Drei bis vier Wochen dagegen nimmt die Behandlung der Warze mit einem Gel aus Trichloressigsäure in Anspruch.

Vielversprechend und außerordentlich schnell ist die Behandlung mit dem Hausmittel Teebaumöl, das ja bei vielen Hautproblemen Hilfe bietet, z.B. bei Fußpilz oder auch bei Mundgeruch. Dreimal tägliches Aufbringen von Teebaumöl per Wattebausch oder –stäbchen genügt. Länger als 5 bis 7 Tage kann eine Warze selten gegen die keimtötende und hautberuhigende Wirkung des Teebaumöls bestehen. Zudem wird weiteren Infektionen wirksam vorgebeugt. Teebaumöl ist überall erhältlich und häufig längst Bestandteil der Hausapotheke.

In einigen Fällen hilft auch ein Extrakt aus der Fußblattwurzel (Podophyllum peltatum) als Creme, oder Präparate, die den Wirkstoff allein in konzentrierter Form enthalten. Dieser wirkt, genau wie Teebaumöl oder Knoblauch, stark gegen Viren, bremst aber zusätzlich noch die aus dem Ruder geratene Zellteilung an der betroffenen Hautstelle. Allerdings können hier bis zu sechs Monate bis zum Verschwinden der Warze vergehen.

Beide Hausmittel packen das Problem an der Wurzel, indem sie die auslösenden Viren direkt bekämpfen. Wer nun nicht gleich die verschiedenen Mittel ausprobieren möchte, dem helfen vielleicht einige Warzen-Erfahrungsberichte.

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