Wunderwaffe scharfe Schote: Chili Schoten als Hausmittel

Chili-Schoten - © w.r.wagner / Quelle: www.pixelio.de

Chili-Schoten - © w.r.wagner / Quelle: www.pixelio.de

Schon seit über 6.000 Jahren wird Capsicum annuum in Süd- und Mittelamerika, speziell im heutigen Mexiko weit verbreitet kultiviert, als eine der wichtigsten und charakteristischsten Zutaten der dortigen regionalen Küche  sind die je nach Sorte stark unterschiedlich scharfen Früchte des Nachtschattengewächses integraler Bestandteil oder gar Namensgeber einer Unmenge von Gerichten. „Chili con Carne“ dürfte das international bekannteste sein, doch auch die asiatische Kochkunst verwendet Chili gerne und reichlich. In Europa kommen die mehr oder weniger scharfen Schoten erst seit Ende des 17. Jahrhunderts in den Küchen zum Einsatz, besonders auf dem Balkan sind sie für Spezialitäten wie Gulasch und in Form vielseitig verwendbarer Würzpasten unverzichtbar.

Ihre an Varianten reiche Einsetzbarkeit als Gemüse und Schärfemittel zeigt sich auch in der Vielzahl der global verbreiteten Namen wie etwa Paprika, Peperoni, Chili, Peperoncini, Spanischer Pfeffer, Roter Pfeffer, Cayennepfeffer, Pimienta, Piment, Pimiento, bell pepper, sweet pepper, chile pepper und hot pepper. Die je nach Zubereitungsart lange Haltbarkeit und nicht zuletzt die Tatsache, dass Chili relativ leicht und bei ausreichenden Temperaturen fast überall angebaut werden kann, haben der  Pflanze in den letzten Jahrhunderten weltweit einen Stammplatz im Orchester der Gewürze gesichert. Es ist auch gerade das harmonische Zusammenspiel mit diesen, welches Chili so beleibt macht, denn mit ihr kann man bei weitem nicht nur schärfen, auch interessante Süßspeisen z.B. in Verbindung mit Schokolade lassen sich sehr gut mit Chili zaubern.

Nicht weniger entscheidend für ihren Erfolg sind auch ihre medizinischen Eigenschaften, der in ihr enthaltende Arzneiwirkstoff Capsaicin wirkt als Alkaloid generell beruhigend auf das Nervensystem und speziell schmerzlindernd bei großer Hitze und/oder Verbrennungen. Darüber hinaus fördert Chili die Durchblutung, weshalb es bei der Behandlung von Rheuma etwa mit sog. Hitzepflastern und anderen Gelenkproblemen eingesetzt wird, zusätzlich auch zur Stärkung des Immunsystems und für eine reguläre Verdauung. In ihrer historischen Heimat Südamerika wurden mit Extrakten der Pflanze auch Atembeschwerden behandelt, die traditionelle chinesische Medizin kennt ebenfalls viele Anwendungen von  Capsaicin. Empfohlen wird Chili auch bei Magenschmerzen und Kreislaufschwächen sowie zur Prophylaxe bei herauf ziehenden Kopfschmerzen.

1 Kommentar zu „Wunderwaffe scharfe Schote: Chili Schoten als Hausmittel“

  1. mancare sagt:

    mancare…

    Wunderwaffe scharfe Schote: Chili Schoten als Hausmittel…

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